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Anbildungswege für den Frikativ /sch/

1. Anbildung über Vorstellungshilfen

Manchmal ist es möglich, den /sch/-Laut in spielerischer Weise über das Nachahmen von Geräuschen anzubilden. Am leichtesten ist dies beim kindlichen Eisenbahnspiel zu erreichen:

Wir bilden eine Schnute und ahmen mit dieser Lippenstellung das Lokomotiven-geräusch nach. Gelingt diese Lippenstellung nicht gut, bieten sich folgende Übungen an:


2. Ableitungsmethoden

/ch1/-/sch/-Methode: Hierbei lässt man das Kind ein langgesprochenes "ichchch" sprechen. Dabei werden beide Wangen sanft angedrückt und nach vorne gezogen. Es entsteht der u-Mund und aus dem "ich" wird ein "isch".

/t/-/sch/-Methode: Man lässt das Kind ein ganz leicht und zart behauchtes /t/ schnell hintereinander sprechen. Dabei soll das Kind die Lippen vorstülpen, wodurch tsch-tsch-tsch entsteht. Von diesem Lautgebilde ist dann das /sch/ leicht abzutrennen.

/s/-/sch/-Methode: Das Kind soll ein /s/ lautieren und dabei eine "Schnute" bilden. Es entsteht "s-s-sch".


Hinweise:

Vorstellungshilfen: die Lokomotive stampft und dampft: "sch-sch-sch" Vögel werden verscheucht: "sch-sch-sch" der Wasserkessel zischt: "sch-sch-sch"


Grunwald, A.: Sprachtherapie. Praktische Anleitungen zur Diagnose und Therapie sprachgestörter und entwicklungsbehinderter Kinder.
Horneburg/Niederelbe, Sigrid Persen Verlag 1989.


 
 
 
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